AK 35 wird 4. bei Hallen-Landesmeisterschaft 2016

Am Sonntag, den 21. Februar 2016 traten unsere 35er zur Hallen-Landesmeisterschaft in Premnitz an, für die man sich mit dem Hallenkreismeister-Titel qualifiziert hatte. Im letzten Jahr konnten die 35er auch schon die Endrunde erreichen, wurden jedoch nur 8. von acht antretenden Mannschaften. Ziel war es also, in diesem Jahr besser abzuschneiden. Und um nicht wieder um Platz 7 oder 5 zu spielen, wurde das Halbfinale anvisiert.

Doch der Weg dorthin sollte kein leichter sein. Das "Losglück" bescherte uns drei deftige Gegner – die jeweils Erstplatzierten in ihrer Staffel (Oberhavel/Barnim Ost und West) FV Preußen Eberswalde und TuS Sachsenhausen, wobei erstgenannte auch noch Titelverteidiger der letzen zwei Jahre sind. Komplettiert wurde die Gruppe durch die SG Saarmund, die im Havelland in ihrer Ü32-Staffel Zweiter sind.
In der anderen Gruppe kämpften die Teams vom Gastgeber TSV Chemie Premnitz, SV Blumentahl/Grabow, VfB Hohenleipisch und der SV Dissenchen ums Halbfinale.

Im ersten Spiel ging es gegen Sachsenhausen gleich darum, einen guten Start ins Turnier zu erwischen und wichtige Punkte zu sammeln. Die Ordnung im Team stimmte und man begann variabel und mit viel Laufbereitschaft die ersten Chancen zu erarbeiten. Die erste gefährlich Chance blieb jedoch ungenutzt, als Kulla mit dem Rücken zum Tor den Ball gut abschirmte, ihn auf Kusché auflegte, dieser aber verzog und den Schuss knapp nebens Tor setzte. Danach war es Milz, der einen Schuss etwas zu unplatziert ansetzte und am langen Pfosten vorbeischlenzte. Der Druck vom FVE riss jedoch nicht ab und man wurde belohnt, als Kusché den wichtigen Führungstreffer markierte, als er über rechts kam, nach innen zog und mit links abschloss. Da so eine knappe Führung in der Halle keine Sicherheit bringt, spielte man auf ein weiteres Tor. Dieses sollte auch fallen, als Kusché einen Ballverlust der Gegner nutzte und mit einem Heber aus der eigenen Hälfte zum 2:0 einnetzte. Allerdings sollte es noch einmal kurz spannend werden, als der Gegner mit einem Fernschuss den Anschlusstreffer erzielte. Der Ausgleich fiel aber nicht mehr, da der FVE den Ball in den letzten Sekunden gut aus der Gefahrenzone heraushielt. Die ersten drei Punkte waren im Sack.

Im nächsten Spiel ging es gegen Saarmund darum, mit einem Sieg die Tür zum Halbfinale aufzustoßen. Der Gegner spielte aber deutlich aggressiver. Es wurden nicht mehr so viele Chancen herausgespielt, wie noch im Spiel zuvor. Dann aber eine starke Aktion von Milz, der sich über links durchsetzte zum Tor zog und dem spekulierenden Torwart den Ball ins kurze Eck setzt. Nun wurde Saarmund noch offensiver und machte mächtig Druck nach vorne. Zunächst hielt die FVE-Abwehr, aber dann setzte sich der Stürmer von Saarmund mit sehr viel Körpereinsatz durch und erzielte den Ausgleich. Es hätte aber eher Freistoß für Erkner geben müssen. Das Tor zählte aber und die Partie endete 1:1.

Durch die anderen Ergebnisse in dieser Gruppe stand man nun im dritten Spiel dem punktgleichen Team aus Eberswalde gegenüber – jeweils 4 Punkte. Da die zwei anderen Mannschaften in der Gruppe jeweils nur einen Punkt auf dem Konto hatten, reichte also dem FVE und Eberswalde jeweils ein Punkt zum Erreichen des Halbfinales. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Immerhin hätte man mit einem Sieg den Titelverteidiger aus dem Rennen schießen können. Entsprechend engagiert begann man die Partie. Der FVE versuchte früh zu stören, Fehler zu provozieren und so zum Erfolg zu kommen. Aber die Titelverteidiger spielten routiniert und ließen zunächst nichts anbrennen. Dann aber doch die Führung. Ein Angriff über rechts – Gaertner spielt die Linie runter zu Kusché, der in der Mitte Milz sieht, rüber schiebt und Milz trocken zum 1:0 abschließt. In der Folge zeigte dann Eberswalde seine Klasse und schloss zwei Angriffe konzentriert ab und ging mit 2:1 in Führung. Mit diesem Ergebnis hätte der FVE nur weiterkommen können, wenn das Folgespiel zwischen den anderen zwei Teams unentschieden endet. Darauf jedoch konnte und wollte man sich nicht verlassen. Der Ausgleich musste her. Dieser gelang dann auch 1:30 min vor Schluss, als Wedekind den Ball auf der rechten Bahn von Schitzki bekam, ihn sich vorlegte und mit wuchtigem Schuss den Eberswalder Torwart überwand. In der letzten Minute wollte dann doch niemand mehr zu viel riskieren und so blieb es bis zum Schluss beim 2:2. Das Halbfinale war also erreicht.

Dort traf man nun auf den Gastgeber aus Premnitz, der seine Gruppe als Erster abschloss. Leider ging uns in diesem Spiel etwas die Puste aus und die Ordnung verloren. Mit einer Einzelaktion und etwas Glück im Abschluss gingen die Gastgeber in Führung. Der FVE musste nun noch mehr in der Offensive tun. Aber die Laufwege stimmten jetzt mehr so richtig und so wurde vermehrt aus der zweiten Reihe geschossen. Doch leider fand keiner dieser Bälle seinen Weg ins Tor. Ein Schuss wurde zur Ecke abgeblockt. Diese Ecke sollte jedoch das Spiel entscheiden. Sie wurde etwas zu kurz auf Rauschenbach gespielt, der noch geradeso herankam und zum Schuss ausholte. Ein Verteidiger kam jedoch dazwischen und der Ball prallte so ungünstig für Erkner ab, dass er dem Premnitzer Spieler genau wieder vor die Füße sprang, der dann nur noch in das leerstehende Tor einschieben musste. Mit noch knapp zwei Minuten auf der Uhr war es nun sehr schwer hier nochmal zurückzukommen. Der Anschluss sollte aber fallen, als Wedekind am langen Pfosten richtig stand und nach Pass von Schitzki einschob. Die letzte Minute war nochmal spannend, da der FVE nun alles nach vorne warf. Kurz vor Schluss spielte der Keeper von Premnitz auf Zeit und Kusché attackierte. Der Keeper war gezwungen, den Ball in höchster Not wegzuschlagen, doch er wurde geblockt. Leider ging der Abpraller nur am Tor vorbei. So strichen dann auch die letzten Sekunden von der Uhr und der Traum vom Finale war für unsere Männer vorbei.

Im Spiel um Platz drei musste man dann wieder gegen Eberswalde ran, die ihr Halbfinale ebenfalls verloren. Das Spiel begann etwas verhalten, da keine Mannschaft ins offene Messer laufen wollte. Den besseren Start erwischte dann aber Eberswalde, als ein Schuss vom mitgegangenen Keeper den Weg durch die dichte Abwehr ins Tor fand. Doch der FVE zeigte sich unbeeindruckt und glich nach einer Überzahlsituation durch Milz, nach Pass von Kusché, aus. Kurze Zeit später kam es zu einem Zweikampf zwischen Schitzki und einem Eberswalder Spieler, wobei letzterer sich einfach fallen ließ und dafür auch noch einen Freistoß erhielt. Dieser unberechtigte Pfiff mündete im Führungstreffer für Eberswalde, die das Geschenk dankend annahmen. Wieder lag man hinten, doch es war noch genügend Zeit auf der Uhr, um den Ausgleich zu erzielen. Doch dann fiel ein sehr bitteres drittes Gegentor. Milz attackierte den gegnerischen Keeper, der so zu einem Notschlag gezwungen war. Diesen schoss er in Richtung Erkneraner Tor. Der Ball senkte sich hinter Keeper Rauschenbach unglücklich direkt ins Tor. Von diesem Nackschlag erholte man sich dann leider nicht mehr. Die Ordnung ging verloren, weil man nun irgendwie noch zwei Tore erzielen wollte und musste. Das nutzen die, in dieser Situation sehr clever spielenden, Titelverteidiger eiskalt aus und erzielten noch zwei weitere Tore zum 5:1 Endstand.

Am Ende reichte es dann leider nicht fürs Podium, aber der 4. Platz kann sich dennoch sehen lassen und ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Glückwunsch Männer!

Das Finale enschied dann noch der Gastgeber für sich. Glückwunsch auch an Premnitz!

Abschlusstabelle:
1. TSV Chemie Premnitz
2. SV Dissenchen 04
3. FV Preußen Eberswalde
4. FV Erkner 1920
5. TuS 1896 Sachsenhausen
6. VfB Hohenleipisch
7. SG Saarmund
8. SV Blumenthal/Grabow

Für den FVE spielten:
Daniel Rauschenbach (TW), Maurice Gaertner, Henry Kulla, Torsten Wedekind, Tom Schitzki, Thomas Kusché, Sven Milz, Andreas Schulz

Turn on Javascript!" data-mail-subject="AK 35 wird 4. bei Hallen-Landesmeisterschaft 2016" >